Geistlicher Impuls - Segen

- 14.06.2017 - 

Christian Hoffmann

Gute Wünsche - egal ob zum Geburtstag oder einfach nur so - bei mir hängen Sie an der Pinnwand. Immer wenn ich vorbei gehe, schaue ich sie mir an: Da hat man mir alles Mögliche gewünscht, vor allem aber: Gottes Segen. Viele Wünsche verstehe ich sofort: Gesundheit, Erfolg – da weiß ich, was damit gemeint ist. Aber Segen? Was ist eigentlich Gottes Segen? Und woran merke ich, dass ich gesegnet bin? Manchmal sagt man ja zu Leuten, denen scheinbar alles gelingt: Die sind gesegnet. Segen würde dann heißen: Bei denen läuft alles glatt.

Bei mir läuft längst nicht alles glatt. Was aber ist Segen dann? In der Bibel heißt es an einer Stelle: „Gott segne dich, er lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.“ Ich mag dieses Bild. Segen heißt vor allem: Ich werde gesehen. Ich fühle mich wahrgenommen. Gott lässt sein Angesicht über mir leuchten. Er sieht hin. Und ich bin an-gesehen.

Die Bibel sagt: Gott sei dir gnädig. Er ist dir wohlgesonnen, egal wie es in deinem Leben gerade steht. Er sieht hin, auch wo andere gerne wegsehen. Manchmal merke ich etwas von Gottes Segen. Wenn ich genau hinschaue auf das, was oft selbstverständlich erscheint. Wenn ich wo hin komme und man nimmt mich in den Arm, dann ist das für mich ein Segen.

Und es ist ein Segen für mich, dass ich meine Freunde anrufen kann, wann immer mich der Schuh drückt. Und dass sie gnädig meine eine und andere Macke übersehen. Das tut mir nicht nur gut, das beflügelt mich und gibt mir Kraft. Sodass ich vielleicht auch für andere ein Segen sein kann. Nicht immer fällt es mir leicht, Gottes Segen wahrzunehmen. Trotzdem bin ich überzeugt, dass er wirkt. Darum wünsche ich Euch Gottes Segen!
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