Geistlicher Impuls - Zum Ende des Lutherjahres
Monika Lehmann-Etzelmüller
noch immer stellen wir uns die alten Fragen,
uralte Fragen, sogar noch staubiger
als Lutherkekse.
Wie kriegen wir es besser hin,
ich mit mir
und noch schwerer: ich mit dir
und wir in der Welt, die unter uns ächzt.
Hilft da der Luther?
Was ich mir wünsche, was bleibt,
nach dem ganzen riesen Lutherhype
ist etwas von diesem Mut,
einen Standpunkt zu finden
nicht zu verzagen und standhaft zu künden:
auch ich steh hier und kann nicht anders.
Ich kann nicht anders als mein Gewissen hoch zu halten
und so Luther weiter zu verwalten
und zu sagen:
Dafür steh ich, das halte ich hoch.
Dass ich mir ein Gewissen leisten darf
Und die anderen auch, die dafür
unschuldig im Knast sitzen
und in die Folterkammern wandern.
Nichts kann ich Gott geben,
die Hände sind leer.
Dass alles, was ich Gott geben kann,
die Liebe ist zu anderen Menschen,
das sind meine Nächsten, sagt Gott
und er sagt: mehr brauch ich nicht von dir.
Denn was gut ist, Mensch, das weißt Du schon.
Das weißt Du doch.
Du weißt es, Menschenkind,
bestimmt.
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Quelle: Monika Lehmann-Etzelmüller